Zeitplan der Berufsorientierung

In der voll besetzten Aula der Anne-Frank-Realschule plus fand sich ein hoch interessiertes Publikum, bestehend aus Eltern und Schülern, Lehrern und Vertretern aus Wirtschaft und Politik ein, um das Thema „Was kommt nach der Schule und wie können wir unsere Kinder unterstützen?“ zu beleuchten. Bereits in der Begrüßung machte Schulleiter Ernst-G. Carstensen deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Frage „Wie gestalte ich meine berufliche Zukunft?“ für die Schülerinnen und Schüler von entscheidender Bedeutung ist. Die Schulleitung und das Kollegium der AFRS plus haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Schüler bei dieser wichtigen Entscheidung bestmöglich zu unterstützen. Besonders wertvoll ist in diesem Zusammenhang der Kontakt zu über 150 regionalen Firmen, die den Schülern durch Praktika die Möglichkeit bieten, einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Die Schüler der 9. Klassen steigen für zwei Wochen aus der Schule aus und in das Arbeitsleben ein- und werden in den Betrieben von eigens dafür bereitgestellten Mitarbeitern betreut. Darüber hinaus ermöglichen die Betriebe Besichtigungen, stellen qualifiziertes Personal für Bewerber-Trainings zur Verfügung und informieren Schüler im Unterricht über mögliche Ausbildungen und die Anforderungen an eine Bewerbung. Außerdem gestalten diese Betriebe den alljährlichen BIT (BerufsInformationsTag) der Anne-Frank-Realschule plus mit, der in diesem Jahr am 09. November von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Kreissporthalle 1 stattfindet. In vielen Fällen ergibt sich durch diese enge Zusammenarbeit ein konkreter Ausbildungsplatz für Absolventen der Schule.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Tanja Demko (Fa. Steuler, Höhr-Grenzhausen), Markus Schöffl (Tanzschule Limburg/Montabaur), Siegbert Pinger (vem. die arbeitgeber, Koblenz), Patrick Jung (Holzland Jung, Weroth), Elena Caballero (Kreissparkasse Westerwald) und Ann-Christine Stockel (Studentin, Universität Koblenz) unter der Leitung von E. Carstensen über Chancen und Möglichkeiten der Schüler/innen nach dem Abschluss der Sekundarstufe I.

Vl.n.r.: Ann-Christine Stockel, Elena Caballero, Ernst Carstensen, Tanja Demko, Markus Schöffl, Siegbert Pinger, Patrick Jung

P. Jung betonte, dass der Spaß und die Freude an dem gewählten Beruf von entscheidender Bedeutung für den Erfolg seien. Ein positives Auftreten sei wichtiger als gute Noten.

T. Demko hingeben vertrat die Meinung, dass Noten nach wie vor als „Türöffner“ zum Eintritt in einen Betrieb dienen. Als wichtige Voraussetzungen nannte sie außerdem vernetztes Denken, gute Fremdsprachenkenntnisse und die Lust an der Arbeit. Mut machte sie durch ihre Aussage, dass „die Chancen für einen Ausbildungsplatz noch nie so gut wie heute waren“.

Pinger wies auf die eigentliche Bedeutung des Begriffs Bewerbung hin: „Man muss Werbung für sich selbst machen, sich verkaufen können. Aktivitäten neben der Schule sind wichtig, Menschen, die sich engagieren, sind gesucht.“ Außerdem spielen seiner Meinung nach auch heute noch die sogenannten Kardinalstugenden bei der Auswahl eines Auszubildenden eine wichtige Rolle.

M. Schöffl betonte ebenfalls die Wichtigkeit der guten Umgangsformen: „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!“. Auch seiner Meinung nach ist der „innere Motor“, die Begeisterung für das, was man tut, der Schlüssel zum Erfolg.

Ann-Christine Stockel und Elena Caballero

Von besonderem Interesse für das Publikum waren die Aussagen zweier ehemaliger Schülerinnen der Anne-Frank-Realschule plus. Ann-Christine Stockel machte nach ihrem Abschluss der Sek I Abitur und studiert mittlerweile Lehramt an der Universität in Koblenz. Dieser Weg sei mit Wille und Einsatz durchaus möglich.

Elena Caballero dienten die verschieden Praktika während ihrer Schulzeit als Grundlage für ihre Entscheidung, ihre Ausbildung zur Bankkauffrau anzutreten. Sie fühlte sich von der Schule für den Einstieg in das Berufsleben gut unterstützt und vorbereitet. Wichtig sei es, stets authentisch zu sein, so Caballero.

Insgesamt waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, dass Praktika eine optimale Möglichkeit zur Berufsorientierung darstellen und eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft sind, von der beide Seiten auch in Zukunft profitieren werden.

Die Anne-Frank-Realschule plus Montabaur zeichnete am 28.08.2012 im Rahmen des Elternabend der Klassenstufe 9 Betriebe aus, die sich besonders für die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler einsetzen. Alle Betriebe nehmen regelmäßig am Berufsinformationstag teil, der in diesem Jahr wieder am 09.11. von 15-18 Uhr in der Kreissporthalle I stattfindet. Dazu ermöglichen die Betriebe Besichtigungen, sie stellen qualifiziertes Personal für Bewerbertrainings oder informieren die Schülerinnen und Schüler im Unterricht über mögliche Ausbildungen und die Anforderungen an eine Bewerbung. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler absolvierten in den Betrieben bereits ein Praktikum. Ebenso haben die Betriebe über viele Jahre hinweg Absolventen der Anne-Frank-Realschule plus ausgebildet. Alle Betriebe werden uns auch in Zukunft tatkräftig unterstützen. Dafür danken wir recht herzlich und verleihen den folgenden 23 Betrieben eine Auszeichnung:

Agentur für Arbeit, Montabaur

ALDI Regionalgesellschaft Montabaur

Bundeswehr Koblenz

dm-Drogeriemarkt Heiligenroth

Finanzamt Montabaur-Diez

Handwerkskammer Koblenz

Holzland Jung, Weroth

Hotel Schlemmer & Victor's Restaurant Montabaur

IKEA GmbH & CoKG, Koblenz

Industrie- und Handelskammer Koblenz

Klöckner-Pentaplast GmbH Heiligenroth

Kreissparkasse Westerwald

Kunststoff Vertriebs KG Staudt

Nassauische Sparkasse Montabaur

Polizei Montabaur

Pulte Elektrotechnik GmbH und Co KG Heiligenroth

Schütz GmbH & Co KG Selters

Smiling Events Montabaur

Steuerberater Hoffarth und Partner Niederahr

Steuler GmbH Höhr-Grenzhausen

vem.die arbeitgeber, Koblenz

Volksbank Montabaur

Westerwald Bank eG Hachenburg

Obere Reihe v.l.n.r.: L. Kohl (Dezernentin für Schulen, Kreisverwaltung Westerwaldkreis), E. Carstensen (Schulleiter), S. Pinger (vem. die arbeitgeber), P.-J. Schmitt (Westerwaldbank), P. Jung (Holzland Jung), R. Hover (IHK)

Untere Reihe v.l.n.r.: A. Birk (Fa. Pulte), E. Höber (IKEA), V. Haase (Fa. Pulte), T. Demko (Fa. Steuler), (Hotel Schlemmer), N. Mays (Hotel Schlemmer), S. Schäfer (Fa. Schütz), S. Gerz (Polizei), A.-M. Biermann (Agentur für Arbeit), N.  Paffhausen (Nassauische Sparkasse), B. Nöllgen (Nassauische Sparkasse), J. Huß (Bundeswehr), R. Becker (ALDI), R. Müller (Agentur für Arbeit), J. Denker (Kreissparkasse Westerwald)

Zum zweiten Mal fand der Elternabend der Klasse 9 in einer anderen Form statt. Schüler und Eltern waren zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Übergang Schule --> Beruf/Schule --> Schule" eingeladen. Auf dem Podium diskutierten Wilhelm Höser, Vorstandssprecher der Westerwald Bank Hachenburg, Klaus Koch, Fa. Koch Bedachungen Wirges, Wilfried Noll, Wirtschaftsfördergesellschaft des Westerwaldkreises, Frederike Schroer, Schülerin des Beruflichen Gymnasiums Montabaur und Tobias Catalano, Automobilverkaufsberater über für die Berufsorientierung anstehende Themen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Podiumsteilnehmern für die anregende Diskussion und bei allen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern für ihr Kommen und ihre Fragen.

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Tobias Catalano, Frederike Schroer, Ernst Carstensen, Wilhelm Höser, Wilfried Noll, Klaus Koch

Die Veranstaltung war sehr gut besucht, etwa 360 Schüler und Eltern nahmen teil.

Die Auswahl der Podiumsteilnehmer ging vom Handwerk über Bank bis hin in die weiterführenden Schulen.

Besonders die Botschaft der ehemaligen Schülersprecherin Frederike Schroer, dass Schülerinnen und Schüler sich schon zu Beginn der 9. Klasse Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen müssen, kam bei den Zuhörern an. Tobias Catalano betonte die Wichtigkeit der Schulnoten für die Bewerbung. Generell wurde festgestellt, dass die künftigen Auszubildenden gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. So stellte Wilhelm Höser fest, dass die Anzahl der Bewerbungen nicht nur im Bankbereich drastisch gesunken ist und dass die Bewerber nicht immer die an sie gestellten Anforderungen erfüllen. Wichtig sind in allen Berufen solide Grundkenntnisse in Mathematik (Dreisatz, Prozentrechnung und der Umgang mit dem Taschenrechner sollten sicher beherrscht werden.) sowie gute Deutschkenntnisse sind unabdingbar. Klaus Koch betonte die Chancen für Bewerber insbesondere im Handwerk, hier bieten sich vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten. Der Westerwald bietet zahlreiche hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten und gute Chancen auf Weiterbildung. Den Eltern wurde ans Herz gelegt, ihre Kinder in der Berufsorientierung zu begleiten und zu unterstützen.

Die Anne-Frank-Realschule plus bietet ein umfangreiches Programm zur Berufsorientierung, unterstützt von der Agentur für Arbeit und den Firmen und Betrieben, die am 04.11.2011 von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf dem Berufsinformtionstag ihre Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen.

Schule zuende – und was dann? Dieser Frage begegneten Schüler der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur jetzt auf ganz andere Art: Das Jugendtheater „Cactus“ aus Münster, konfrontierte die Jugendlichen in seinem Stück „Crossroads“ mit den Problemen junger Menschen am Scheideweg Schule-Leben-Beruf. Die Vorstellung in der Aula der Realschule war vom Forum Soziale Gerechtigkeit gemeinsam mit der Schulleitung der Realschule organisiert worden.

alt Was tun, wenn es mit dem Berufsleben Ernst wird? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Theaterstücks

 

Montabaur. Ein schmuckloser Warteraum, rechts und links Türen, dazwischen sechs Stühle, auf denen nach und nach junge Leute Platz nehmen. Es könnte die anonyme Atmosphäre des Arbeitsamtes oder aber irgendeines Flurs in irgendeinem Betonklotz irgendeines Unternehmens sein – für die sechs Menschen geht es um die gleiche Sache: Sie suchen nach einem Job, nach einer Neuorientierung in einem völlig neuen Leben nach der Schule.

Alle sechs gehören zur „Generation Praktikum“: Da ist Easy, die sich eine Karriere in einem „stylischen Klamottenladen“ erträumt, Ben will Koch lernen und läuft auch schon im entsprechenden Outfit herum. Die verklemmte Nina liebt Hip Hop, kriegt aber mangels Selbstbewusstsein kaum einen richtigen Satz zustande. Florian macht einen auf „cool“ und meint, er könne sich doch mal als Erzieher versuchen. Dave hat notgedrungen mal beim Rettungsdienst reingeschnuppert und festgestellt, dass da „richtig gut was abgeht“ und die „pflegeleichte“ Sabia will unbedingt „auf Familie machen“. Ihre Vorstellungen sind diffus und werden auch nicht durch den Druck von Eltern, Lehrern oder Praktikantenbetreuern klarer.

In der Begegnung dieser so unterschiedlichen jungen Leute, ihren Wünschen und Vorstellungen und in der Auseinandersetzung damit und ihren letztlich getroffenen Entscheidungen finden sich auch viele Schüler der Anne-Frank-Realschule plus wieder. Das zeigt sich am Applaus und auch anschließend, als die Schauspielerinnen und Schauspieler von „Cactus“ über ein Frage-Antwort-Spiel in ein reges Gespräch mit den Schülern einsteigen und deren eigene Erfahrungen mit Praktikum und Berufsberatung abfragen.

So stellt sich unter anderem heraus, dass offenbar die meisten der Schüler bereits ein Praktikum absolviert haben und eine erstaunlich große Zahl von ihnen sich vorstellen kann, den dabei kennengelernten Berufsweg auch tatsächlich einzuschlagen. Es bestätigt sich aber auch, dass mancher durch Erwartungen von Eltern, Lehrern und Arbeitgebern eher verunsichert wird und Gefahr läuft, eine Entscheidung an seinen eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten vorbei zu treffen.

Schauspielern wie Schülern hat das Ganze Spaß gemacht. „Das Stück hat mir gefallen, vor allem, weil damit auch Gefühle und Ängste von Jugendlichen gut rübergebracht wurden“, meinte beispielsweise Laura Will aus der zehnten Klasse. Judith Suermann, Darstellerin der Sabia, freute sich ebenso über die gute Resonanz wie Schulleiter Ernst G. Carstensen und die übrigen Lehrer, die mit den Schülern das Stück abschließend noch einmal im Unterricht besprechen.

Quellle: http://www.ww-kurier.de/artikel/9568---cactus---traf-bei-jugendlichen-ins-schwarze

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