Am Mittwoch, den 10. April 2013, stand für die Schüler der zehnten Klassen mal kein Unterricht auf dem Plan, denn die Wahlpflichtfachexkursionen fanden statt. Die Französischkurse fuhren an diesem Tag in die französische Stadt Metz, die ungefähr 254 km von Montabaur entfernt liegt. Die beiden fortgeschrittenen Kurse und der Anfängerkurs trafen sich mit ihren Lehrern Frau Haßlinger, Frau Lüken und Frau Kram um acht Uhr morgens am Busrondell. Dann lagen erst einmal drei Stunden Fahrt ohne Pause vor uns. Endlich in Metz angekommen, marschierten wir zu Fuß zur Kathedrale Saint-Étienne,die wir auch gleich besichtigten.

Die Kathedrale wurde zwischen 1220 und 1520 erbaut und ist mehr als 45 Meter hoch. In dem Gebäude gab es viele eindrucksvolle Glasfenster und Skulpturen zu sehen. Nach einer Viertelstunde verließen wir die Kathedrale und hatten nun ein paar Stunden Zeit, in Kleingruppen die Stadt zu besichtigen, Essen zu gehen oder Souvenirs zu kaufen. Als wir uns um halb drei wieder trafen, hatten die meisten Schüler und Schülerinnen Tüten auf dem Arm, und obwohl wir in einem anderen Land waren, hatten es selbst die Französisch-Anfänger geschafft, sich einigermaßen zu verständigen – mehr oder weniger auf Französisch. Gemeinsam machten wir uns jetzt auf den Weg zum Centre Pompidou, einem Kunstmuseum, das seit dem Jahre 2010 besteht.

An diesem Mittwoch konnten wir ein Ausstellungsprojekt des amerikanischen Künstlers Sol LeWitt, der von 1927 bis 2008 lebte, besichtigen. Es gab insgesamt 33 Wandzeichnungen in schwarz-weiß zu sehen, die zwischen 1968 und 2007 angefertigt wurden und uns Schüler eher weniger begeisterten. Wir genossen außerdem die Aussicht über die Stadt Metz auf einer Aussichtsplattform im Centre Pompidou und sahen uns Ausschnitte aus einem französischen Film über den Bau des Kunstmuseums an. Gegen vier Uhr verließen wir dann das Gebäude und ließen uns vom Bus abholen. Den meisten taten die Füße weh und sie waren erleichtert, dass sie nach dem langen Fußmarsch endlich sitzen und entspannen konnten. Nach einer langen Rückfahrt, diesmal mit Pause, kamen wir um ungefähr halb acht wieder am Busrondell an – müde, aber doch zufrieden mit dem Tag.

Trotz der eher etwas enttäuschenden Ausstellung im Centre Pompidou und meinen schmerzenden Füßen am Ende des Tages, fand ich den Ausflug nach Metz dennoch gelungen. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass wir in der französischen Stadt die gelernten Sprachkenntnisse anwenden konnten.

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