Medienkompetenz

Lehrer drücken die Schulbank

Arbeiten mit dem „interaktiven Board“ als neues Hilfsmittel für einen modernen Unterricht

Für die Lehrerinnen und Lehrer der Anne-Frank-Realschule plus ist das nichts Neues: Nicht zum ersten Mal traf sich das Kollegium der Schule zu einer gemeinsamen Fortbildung, um sich auf dem Gebiet der neuen Medien auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.
Dieter Große-Heilmann, der als Organisator der Veranstaltung bereits im Vorfeld etliche Vorbereitungen getroffen hatte, um allen Teilnehmern die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit an Computer-Arbeitsplätzen zu bieten, stellte zunächst die Bedeutung des neuen Mediums und die Möglichkeiten seiner Nutzung im Sinne eines innovativen Unterrichts heraus.
Um eine erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung am 11. Februar 2010 zu gewährleisten, konnte zudem mit Antje Bertsch eine erfahrene und fachkundige Referentin gewonnen werden, die zunächst in einem einleitenden Vortrag die vielfältigen Möglichkeiten der elektronischen Tafel präsentierte und die Arbeitsschritte für die Veranstaltung festlegte, im weiteren Verlauf aber auch den einzelnen Arbeitsgruppen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Am Laptop üben die Lehrer die Arbeit mit der Whiteboard-Software. 
Ihre Ergebnisse können sie dann am interaktiven Whiteboard direkt testen.

Es stellte sich für die Teilnehmer der Fortbildung bald heraus, dass die neue Präsentationstechnik einerseits bei der Vorbereitung einer Unterrichtsstunde helfen kann, soweit der Einsatz unterschiedlicher Medien wie Bilder, Grafiken, aber auch von Musik und Filmausschnitten notwendig erscheint. Andererseits erlaubt die Verwendung eines speziellen Schreibstifts, eines sog. „ActivPen“ mit dem Funktionsumfang einer herkömmlichen Computermaus, das aktive Gestalten an der elektronischen Tafel während der Unterrichtsstunde. Um hierbei alle Möglichkeiten des neuen Mediums, angefangen vom Einbau grafischer Figuren, Farbgebung, Einfügen von Medien und vieles mehr sinnvoll zu nutzen, ist allerdings ein nicht unerhebliches Maß an Übung notwendig.
Dass die Veranstaltung mit über 50 Teilnehmern schließlich einen so reibungslosen Verlauf nahm, war zum einen dem großen Interesse des Kollegiums, vor allem aber Dieter Große-Heilmann als Organisator und seinem Team zu danken. So standen am Ende des Fortbildungstages für viele Teilnehmer die beeindruckenden Möglichkeiten des interaktiven Boards außer Frage, doch wurde auch klar, dass bei allen technischen Raffinessen die bewährte Arbeit an der herkömmlichen Tafel nicht so einfach ersetzt werden kann.

Dieter Große-Heilmann als Organisator und die Referentin Antja Bertsch 
leiteten die Lehrerfortbildung 2010 zum Thema "Interaktives Whiteboard".

Seit Beginn des Schuljahres 2009/10 nimmt die Anne-Frank-Realschule plus am Projekt Medienkompetenz macht Schule teil. Für die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel wurden ein weiterer Laptop-Wagen mit 17 Notebooks und drei interaktive Whiteboards angeschafft. Zeitgleich wurde für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 ein Pflichtkurs im Zehnfingertastschreiben begonnen, der durch Schulungen in Textverarbeitung und Tabellenkalkulation fortgesetzt wird.

Das Internet ist bei den Kindern und Jugendlichen längst zu einem Alltagsmedium geworden, welches sie fast täglich nutzen. Sie kommunizieren mit ihren Freunden (Chat, Foren, E-Mail), verwenden Suchmaschinen für die Informationsbeschaffung, tauchen mithilfe von Computerspielen in eine andere Welt, präsentieren sich selbst über das Internet (z. B. wkw) und nutzen Onlineshops oder Tauschbörsen.

Und genau in diesen Bereichen lauern die Gefahren:


- Beim Chatten liegt die Gefahr in der Anonymität. Die Kinder und Jugendlichen wissen nicht, wer hinter dem Benutzernamen steckt. Beleidigungen, Belästigungen bis hin zu sexuellen Anspielungen sind leider alltäglich.

- Die Schüler können auf ungeeignete und gefährdende Inhalte (Pornografie, Gewalt, Geschmacklosigkeiten, Rassismus, etc.) stoßen, indem sie z. B. falsch ausgeschriebene Begriffe in Erwachsenen-Suchmaschinen eingeben oder durch Links weitergeleitet werden. Darüber hinaus sind die jungen Internetnutzer bei der großen Vielfalt an Informationen nicht immer in der Lage, die Glaubwürdigkeit und Qualität der Internetseiten zu beurteilen.

- Killerspiele oder Simulationsspiele fördern die Abhängigkeit, machen aggressiv oder führen zu einem Realitätsverlust. Die Kinder und Jugendlichen neigen dazu immer mehr Zeit vor dem PC zu verbringen und sich nicht mehr um Schule oder Freunde zu kümmern.

- Die eigene Selbstdarstellung im Netz durch Seiten wie wkw, Twitter, You Tube oder die eigene Homepage birgt mehrere Gefahren gleichzeitig. Zum einen läuft der junge Nutzer Gefahr, das Urheberrecht zu verletzen, indem er z. B. geschützte Texte bzw. Material Dritter verwendet. Zum anderen muss darauf geachtet werden, was man über sich selbst veröffentlichen sollte, da jeder an diese Informationen kommen kann, so auch spätere Arbeitgeber. Personenbezogene Angaben (Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse aber auch Hobbys, Ansichten, etc.) sollten daher mit Vorsicht getätigt werden.

- Das Internet kann Kinder und Jugendliche in eine Schuldenfalle locken. Versteckte Kosten, ungewollte Vertragsabschlüsse, Fälschungen, Abonnements, etc. sind häufige Risiken beim Online-Einkauf.

- Die Verletzung des Urheberrechts in Tauschbörsen steht an der Tagesordnung. Viele Schüler laden sich Musik, Programme oder Filme kostenlos herunter, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein.

- Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die PC`s der Kinder und Jugendlichen ausreichend durch Virenprogramme, Passwörter, Filter, Datensicherung, etc. geschützt werden.


Im Folgenden finden Sie/ findet ihr eine Liste mit nützlichen Links zu den oben genannten Gefahren:

www.internet-abc.de   Internet-Tipps für Kinder und Eltern
www.fragfinn.de   Suchmaschine für Kinder
www.internauten.de   Webseite für Kinder
www.blinde-kuh.de   Suchmaschien für Kinder (8-12 Jahre)
www.spiolino.de   Webseite für Kinder
snp.bpb.de   Informationen und Diskussionen zu
  Computerspielen
www.klicksafe.de
  Die Initiative für mehr Sicherheit im Netz
www.sicher-im-netz.de
  Deutschland sicher im Netz e.V
www.schau-hin.info   Initiative vom Bundesministerium für 
  Familie, Senioren, Frauen und Jugend
saferinternet.at/tipps/
tipps-fuer-eltern/
  Informationen für Eltern
www.polizei
beratung.de/vorbeug
ung/
medienkompetenz 
  Polizeiberatung zum Thema
  Medienkompetenz
www.time-for-kids.de   Tipps für Schulen und Eltern
www.lehrer-online.de   Tipps Für Lehrer

                                                                

                                                                

                                                                

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

 

 

 

 

   

Eine Informationsveranstaltung der Anne-Frank-Realschule Montabaur zum Thema Medienkompetenz

Das Problem rund um die Gefahren der neuen Medien scheint vielen Erwachsenen unter den Nägeln zu brennen; denn rund 300 Eltern besuchten, teilweise mit ihren Kindern,  eine Informationsveranstaltung der Anne-Frank-Realschule zu diesem komplexen Thema. Mit Michaela Gasber und Jürgen Quirnbach konnten hierzu zwei Referenten gewonnen werden, die in den Bereichen Sozialarbeit und Kriminalprävention einschlägige Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen konnten und ihr Publikum immer wieder durch ganz alltägliche Fallschilderungen in Erstaunen versetzten.


Dabei gehe es nicht um Verteufelung der Technik, wie Michaela Gasber gleich zu Anfang feststellte. „Die neuen Medien bieten durchaus Chancen, erlauben neue Formen der Kommunikation und sind aus vielen Berufen auch gar nicht mehr wegzudenken.“
Neuesten Studien zufolge hat das Internet bei Jugendlichen dem Fernsehen längst den Rang abgelaufen, der Verzicht auf den Computer ist für viele undenkbar geworden. Allerdings läuft mit  dieser Entwicklung eine dramatische Zunahme an Straftaten einher, wobei die Referenten auf eine Verdoppelung von Gewaltdarstellungen im Bereich der Handynutzung hinweisen mussten.


Drastische Beispiele untermauerten eindrucksvoll die fatalen Folgen einer um sich greifenden Reizüberflutung bei Jugendlichen, einer durch die Anonymität des Netzes geförderten Enthemmung und schließlich auch die Folgen für den persönlichen Datenschutz. So ist nach der Beobachtung der Experten durch unkontrollierte Internetnutzung nicht nur ein deutlicher Verlust an Sozialkompetenz zu beklagen. Durch allzu naiven Umgang z. B. bei der Selbstdarstellung in diesen Medien könnte auch eine spätere Arbeitgeberrecherche zu einschneidenden Folgen für den Netzbenutzer führen, wenn es etwa um die Bewerbung für einen Beruf geht.


Gefahr droht auch bei unerlaubten Downloads. An diesem Beispiel erläuterte Jürgen Quirnbach die besonderen Pflichten der Eltern als Anschlussinhaber, denn die seien bei Verstößen gegen Urheberrechte und Datenschutz keineswegs außen vor.


Nach einer lebhaften Diskussion mit den Eltern griff der Schulleiter Ernst Carstensen am Ende noch einmal den Aspekt der besonderen Verantwortung der Erziehungsberechtigten auf. Die Schule müsse zwar auf vielen Feldern der Gefahrenabwehr für ihre Schüler aktiv sein und diese Veranstaltung stehe Pate für die zu leistende Arbeit. Darüber hinaus aber gebe es auch noch einen ganz klassischen Bildungsauftrag. „Reden Sie mit Ihrem Kind. Und lassen Sie es nicht vor dem Computer allein“ war deshalb sein Appell am Ende der Veranstaltung.


Die Anne-Frank-Realschule Montabaur setzt ihre Präventionsreihe fort. Am 22. Oktober 2008 sind ab 19.30 Uhr alle Eltern eingeladen zu einem Informationsabend mit Jörg Schmitt-Kilian zum Thema Drogen: „Weißt du eigentlich, was ich fühle? Lebens- und Erfahrungswelten von Kindern und Jugendlichen“. 

 
     

 

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