Deutsch

Auch in diesem Jahr fand an der Anne Frank Realschule plus pünktlich zur beginnenden Adventszeit der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen statt. Bereits im Vorfeld wurde in den einzelnen Klassen fleißig geübt und ein Klassensieger ermittelt, der nun in der nächsten Runde sein Können unter Beweis stellen musste.

Der bekannte Westerwälder Autor Christoph Kloft ist an der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur kein Unbekannter, da er schon einmal für eine gut besuchte abendliche Lesung gewonnen werden konnte.

Dieses Mal stellte er seinen erfolgreichen Jugendroman „Moses und der Schatten des 11. September“ in einer Vormittagslesung vor, und zwar vor einer großen Zuhörerschaft. Mehr als 200 Schüler lauschten in der Aula der Schule gebannt den Ausführungen Klofts, der nicht nur zur Werksgeschichte des Buches sprach, sondern auch Filmsequenzen zu dem Romangeschehen einspielen ließ.

„Ich habe schon öfter vor einem so großen Publikum gelesen“, stellte Kloft fest, doch für die Schule selbst war es ein Experiment, so viele Schüler, angesprochen waren die Klassestufen 6 bis 8, zum Zuhören einzuladen. Und am Ende stellte Kloft fest: „Mit dem Verlauf der Lesung kann ich sehr zufrieden sein.“ Kein Wunder. Denn die jungen Zuhörer lauschten bis zur letzten Minute aufmerksam den Vorträgen des Autors, der die einzelnen Leseabschnitte geschickt miteinander verband und die Anwesenden zu fesseln verstand.

Dass am Ende der Lesung noch so viele Fragen aus den Reihen der Schüler an den Vorleser gestellt wurden, war da kein Wunder mehr.

Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Lesung vor so einem großen Publikum ein Erfolg war, zumal sie dazu beigetragen hat, junge Menschen für gute Literatur zu interessieren.

 

Leseförderung gehört zu den wichtigen Kompetenzen im Deutschunterricht. Doch wie kann das Lesen von Büchern im besten Falle noch interessanter und vor allem greifbarer gestaltet werden, wenn nicht mit einem Besuch der örtlichen Buchhandlungen von Montabaur. Den Welttag des Buches am 23. April nahmen sich die Deutschlehrer der Klassen 5a (Claudia Kram), 5b (Nicola Schmidt) und 5d (Jenny Groß) zum Anlass und organisierten einen entsprechenden Unterrichtsgang. Vorab erhielten die einzelnen Schülerinnen und Schüler einen Buchgutschein, mit dem sie sich das jährlich neu erscheinende Buch „Ich schenk dir eine Geschichte“ vor Ort kostenfrei abholen konnten. Mit diesem Ansporn und dem Wissen darüber, dass die Klasse eine Rallye durch die Buchhandlung zum Thema „Lesen und Bücher“ erwartet, war die Freude auf die besondere Art der Leseförderung allseits groß. Vor Ort stellte sich auch sehr schnell heraus, welches Buch die einzelnen Schüler derzeit selbst lesen oder künftig planen zu lesen, da das Interesse geweckt wurde. Viel Freude beim Eintauchen in die Welt des Lesens bleibt allen Schülerinnen und Schülern nur zu wünschen.

Das neu gegründete Hachenburger Theaterensemble „Zeitraum“ war am 11.12.2012 zu Gast an der Anne-Frank-Realschule plus und präsentierte das Theaterstück „Das Tagebuch der Anne Frank“.

Die Theatergruppe "Zeitraum"

Das jüdische deutsche Mädchen wurde am 12.06.1929 in Frankfurt am Main geboren. Sie war gezwungen, 1934 mit ihren Eltern und ihrer Schwester in die Niederlande auszuwandern, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. In Amsterdam hielt sich die Familie Frank über zwei Jahre in einem Hinterhaus versteckt. Hier schrieb Anne ihr Tagebuch. Nach ihrer Entdeckung durch die Nationalsozialisten kam Anne vor Ende des Krieges ins Konzentrationslager Bergen-Belsen und starb dort an den Folgen einer Typhuserkrankung.

Anne Frank und Peter van Daan

In dem Stück in der Fassung von Frances Goodrich und Albert Hackett zeigte die Theatergruppe das Leben der Familie Frank in ihrem Versteck,  in dem die Bewohner versuchten, trotz der ständigen Angst vor Entdeckung, etwas Normalität in den Alltag zu bringen. Unter der organisatorischen Leitung von Valentin Herfel und Sina Müller konnten in einer bewe­gen­den Aufführung  die Nöte, Probleme und Ängste , aber auch die Hoffnungen, Sehn­süchte, Wünsche und Träume der im Hinterhaus versteckten Menschen verdeutlicht werden.

Das Chanukka-Fest wird auch im Versteck gefeiert.

Der anhaltende Applaus der Zuschauer, die trotz widriger Wetterverhältnisse zahlreich erschienen waren, zeugte gleichzeitig von Dank und Anerkennung für die ausdrucks­starke Darbietung der Schauspieler. Mit Sicherheit hat das Stück seine Wirkung auf das Publikum, insbesondere die Schülerinnen und Schüler nicht verfehlt, die aufmerksam den Ablauf der Darbietung verfolgten.

Alle Beteiligten, auch die zahlreichen Helfer vor und hinter den Kulissen, ermöglichten den Anwesenden einen gelungenen Theaterabend in der Vorweihnachtszeit.

Anne Frank ist auch in der heutigen Zeit mit ihrer lebensbejahenden und positiven Einstellung Vorbild  für Alt und Jung und deshalb auch die Namensgeberin der Anne-Frank-Realschule plus. Aus ihrem Tagebuch: "Es ist ein Wunder, dass ich nicht alle Erwartungen aufgegeben habe, denn sie scheinen absurd und unausführbar. Trotzdem halte ich an ihnen fest, trotz allem, weil ich noch immer an das Gute im Menschen glaube." (Eintrag von Samstag, 15. Juli 1944)

Besetzung:

Anne Frank (Ida Holl); Otto Frank (Michael Hintz); Edith Frank (Katharina Mühlenhöver); Margot Frank (Lea Schäfer); Herr van Daan (Marius Draeger); Frau van Daan (Sina Müller); Peter van Daan (Tobias Nötzel); Dussel (Marius Hohlstamm); Miep Gies (Yvonne Zens); Herr Kraler (Valentin Herfel).

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Valentin Herfel, Marius Draeger, Tobias Nötzel, Sina Müller, Marius Hohlstamm, Yvonne Zens. Auf dem Sofa (v.l.n.r.): Michael Hintz, Ida Holl, Lea Schäfer, Katharina Mühlenhöver.

 

Hinter den Kulissen:

Organisation: Valentin Herfel & Sina Müller

Haare & MakeUp: Jana Kasper (Salon Kasper, Hachenburg-Altstadt)

Vielen Dank auch an alle Unterstützer und Helfer im Bereich Bühnenbild & Kostüme!

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