Deutsch

Autorenlesung des Künstlerehepaars Bähner an der

Anne Frank Realschule plus

 

"Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte." (Astrid Lindgren)

 

Es gibt wenig auf der Welt, das die Fantasie eines Kindes so sehr anregt und was das Denken so sehr schult wie das Lesen. Um den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassenstufe der Anne Frank Realschule plus die Welt der Buchstaben ein wenig näher zu bringen, fand am Donnerstag, den 26. April, eine Autorenlesung der besonderen Art statt. Besonders waren hierbei vor allem die Autoren Nadine und Daniel Bähner, die es verstanden, die verschiedenen Charaktere ihres Romans „Abenteuer Better London“ mit unterschiedlichen Dialekten und Stimmvariationen sprechen zu lassen. Aber auch durch die über Beamer an die Wand projizierten Illustrationen des Romans wurde dessen Inhalt für die Schülerinnen und Schüler greifbarer gemacht und so ein Eintauchen in die Handlung des Romans erleichtert.

 

In diesem geht es um die Protagonisten Little Ada, Danny und Nad, die durch die wundersame Entdeckung eines Dimensionstunnels in die Parallelwelt „Better London“ geraten. Eine Welt, die fern von Schmutz, Verkehr und dem Lärm der Menschen zu sein scheint. Dort gilt es mithilfe von neu gewonnen Freunden die Erde zu retten, doch müssen zuvor noch einige spannende Aufgaben und knifflige Rätsel gelöst werden.

 

Das Ziel der Lesung lag vor allem darin, den Jugendlichen das Medium Buch etwas näher zu bringen und natürlich Lust auf mehr zu machen. Daniel Bähner erinnerte die Schülerinnen und Schüler daran, dass der Verstand das wichtigste Kapital eines jeden Menschen sei, welchen es täglich zu trainieren gelte.

 

Bei der anschließenden „Autogrammstunde“ herrschte auf Seiten der Schülerinnen und Schüler ein großes Interesse sowohl für das Buch, als auch für das Künstlerehepaar Bähner.

Passend zum 8. bundesweiten Vorlesetag fand an der Anne – Frank Realschule plus der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. Die Teilnehmer wurden zuvor in den jeweiligen Klassen ermittelt. Die Gewinner der Klassenentscheidungen waren: Lukas Kämpflein (6a),  Selina Wirth (6b), Kevin Schmiel (6c), Lisa Kaspar (6d), Elisa Goronzy (6e) und Sabrina Manns (6f).

Sie alle haben vor der Jury, bestehend aus: Diana Birnbach, Ernst Carstensen, Jenny Groß und Marie Waas (ehemalige Schülerin) zunächst ihren eigenen Text vorgelesen und im Anschluss eine unbekannte Textstelle erhalten. Nach sechs gelungenen Lesepräsentationen der SchülerInnen fiel die Entscheidung der Jury sichtlich schwer, denn es zeigte sich, dass die TeilnehmerInnen alle gut vorbereitet waren und auch mit dem neuen Text entsprechend zurecht kamen. Als Sieger stand schließlich Sabrina Manns (6f) fest. Sie wird nun die Schule im kommenden Frühjahr im Kreisentscheid würdig vertreten.  Alle anderen fünf TeilnehmerInnen des Wettbewerbs sind auf dem zweiten Platz gelandet. Für ihre Leseleistungen erhielten alle Klassensieger je ein Buchgeschenk und eine Schulurkunde.

„Gutes und sinnerfassendes Lesen gehört zu den Kernkompetenzen eines Schülers und muss auch weiterhin fächerübergreifend trainiert werden. Wir hoffen, dass die Teilnehmer des Wettbewerbs auch weiterhin üben, so engagiert und begeistert vorzulesen,“  erklärten Ernst Carstensen, Schulleiter und Jenny Groß, Organisatorin des Vorlesewettbewerbs, gemeinsam.

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Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland...

Im Rahmen einer Gruppenarbeit beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5c mit dem zur Jahreszeit passenden Gedicht Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland von Theodor Fontane. 
Sie hatten die Aufgabe, ein Plakat mit dem Text des Gedichtes zu gestalten und eine ansprechende Präsentation zu erarbeiten. 
Los ging es mit einem gemeinsamen Herbstspaziergang, der die Möglichkeit bot, den Herbst als Jahreszeit bewusst zu erfahren und Blätter, Kastanien, Herbstblumen und vieles mehr zu sammeln. Diese Materialien wurden dann später für die Gestaltung der Plakate verwendet.
Die Präsentationen reichten vom perfekten Vortrag über Rollenspiele bis hin zu kleinen Theaterstücken mit selbst gestalteten Kostümen.
Diese Ergebnisse begeisterten sowohl die Deutschlehrerin als auch den zufällig vorbeischauenden Schulleiter.

 

... und in der szenischen Darstellung.

 

Autorenlesung an der Anne-Frank-Realschule plus mit Christoph Kloft: „Moses und der Schatten des 11. September“

 

Zehn Jahre ist es her, dass die furchtbaren Terroranschläge in New York die Welt erschütterten. Die hiervon ausgegangenen Beben haben die globale Politik bis in unsere Tage hinein verändert. Grund genug für den Westerwälder Buchautor und Journalist Christoph Kloft, an diese Ereignisse anzuknüpfen.

 

In einer abendlichen Lesung, die unter Sven Albert von der Fachschaft Deutsch organisiert wurde, stellte er nun den zahlreich erschienen Zuhörern sein neues Buch vor: „Moses und der Schatten des 11. September“.

 

Im Mittelpunkt seines Werkes hat Kloft den 13-jährigen Moses gestellt und somit eine ungewöhnliche Perspektive für den Stoff geschaffen, der so bedrückend nachhallt. Mit Moses wird der Leser mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise, denn es geht dem Jungen um nicht weniger, als seinen verschwundenen Vater zu suchen, der unschuldig in dem berüchtigten Gefängnis in Guantanamo einsitzt, weil man ihn fälschlicherweise für einen Sympatisanten des Terrors gehalten hat. Dass Moses und sein Freund schließlich dem leibhaftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten gegenüberstehen, das gehört sicher zu den märchenhaften Zügen des Romans, der ansonsten immer auf der Höhe der Zeit bleibt und aktuelle Ereignisse in die abwechslungsreiche Handlung mit einbindet.

 

„Moses“ ist beileibe nicht das erste Buch, das aus der Feder des äußerst vielseitigen Autors stammt. Vielleicht ist es die Tatsache, dass Kloft seit vielen Jahren auch als Journalist tätig ist, dass er sich in seinen Werken stets um das historische oder, wie hier, aktuelle Ereignis bemüht und echte, tiefgreifende menschliche Dramatik nicht scheut. Bei alledem bleibt der Autor nie im Lamento stecken. Ein Hoffnungsschimmer bleibt in seinen Büchern immer und manchmal öffnet sich dieser auch, wie in seinem neuen Roman, zu einem Happy End.

 

Dass nach seiner Lesung an unserer Schule so viele seiner Bücher neue Besitzer fanden, lag nicht zuletzt daran, dass es der Autor wieder einmal verstand, seine Zuhörer, Schüler, Eltern und Lehrer, mit seiner unterhaltsamen Art zu fesseln und zu begeistern.

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