…ein Zeitzeuge erinnert sich“

 

Unter diesem Motto fanden sich am Dienstag, den 16. Mai 2017 rund 70 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 im Kunstraum der Schule zusammen, um gemeinsam den Erzählungen von Manfred Däuwel, einem ehrenamtlichen Mitarbeiter der Europa-Union Rheinland-Pfalz, zu lauschen.

 

Bereits zum zweiten Mal besuchte uns Herr Däuwel, nun im stolzen Alter von 84 Jahren, um uns von seinen Erinnerungen aus den Zeiten des Nationalsozialismus, dem Krieg und der anschließenden europäischen Integration Deutschlands zu erzählen. Dabei verfolgten wir diese Erinnerungen aus der Sicht eines jungen Mannes, dessen Selbst- und Weltbild zunächst durch die staatliche Erziehung des Dritten Reiches geprägt und anschließend durch den Verlauf der Geschichte zerstört wurde. Wir blickten durch die Augen eines 13-jährigen Jungen, dessen Elternhaus zerbombt und der mit Hunger, Armut und vor allem mit Zukunftsängsten konfrontiert worden war. Und schließlich erfuhren wir, wie der junge Erwachsene zu Beginn der 50er-Jahre wieder Hoffnung schöpfen konnte, indem die Staaten und Völker Europas anstatt auf Misstrauen, auf Vertrauen und Einigung setzten, sie, anstatt sich zu bekämpfen, sich aneinander banden und den Frieden, wie wir ihn heute kennen, überhaupt erst möglich machten. Und so lautete die abschließende Botschaft unseres Gastes an die Jugendlichen: Lernt Europa als das zu schätzen, was es früher einmal war und auch heute noch ist – nicht nur ein Garant für Wohlstand, sondern vor allem ein Garant für Frieden und Hoffnung!

 

Es gibt so mancherlei Wissen, welches (er-)lernbar ist – dank Herrn Däuwel wurde es für uns heute auch erfahrbar gemacht. Wir bedanken uns vielmals für die zahlreichen Eindrücke, die aus Büchern nicht erlernt werden können, und wünschen unserem Gast für die Zukunft alles Gute!

 

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