Wirtschaft und Verwaltung

Am 25. Mai ist Europawahl...


...und da eine Demokratie nur funktionieren kann, wenn die Bürger mitmachen, lernten die Schülerinnen und Schüler der 9./10. Klassenstufe im Rahmen des Sozialkunde- und des Wirtschaftskundeunterrichtes schon vor Erreichen des tatsächlichen Wahlalters wie so eine Wahl funktioniert, was eigentlich gewählt wird und warum ein gemeinschaftliches Europa auch heute noch von so wichtiger Bedeutung ist.


In diesem Zusammenhang nahm die Anne Frank Realschule plus an einer vom Projekt Juniorwahl organisierten Europawahl der Schülerinnen und Schüler teil. Am Montag, den 19.05.2014 wurde die Bücherei der Schule daher kurzerhand zum Wahllokal umfunktioniert und die Jugendlichen erhielten zum ersten Mal die Gelegenheit, an einer allgemeinen, freien, geheimen, gleichen und unmittelbaren Wahl teilzunehmen und ihr Kreuz an der für sie richtigen Stelle zu setzen. Heraus kommt ein Bild darüber, wie Europa politisch gestaltet würde, wenn die Jugend allein das Sagen hätte, ein Ergebnis, das nicht nur für den Sozialkundeunterricht interessant ist.

Die Auswertung der Wahl der Schülerinnen und Schüler der Anne Frank Realschule plus ergab folgendes Ergebnis:


Doch fand die Europäische Union mit ihrem Motto „In Vielfalt geeint“ in den vergangenen Jahren nicht nur Zustimmung. Von verschiedenen Seiten werden kritische Stimmen laut, die weniger Beteiligung am europäischen Miteinander fordern. Um den Schülerinnen und Schülern daher zu verdeutlichen, was die EU einmal bedeutete und welch hohen Wert sie für uns noch immer hat, fand am Dienstag, den 20.05.2014 im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Wirtschaft und Verwaltung“ ein Zeitzeugenbericht zum Thema „Wie Europa begann“ statt. Eingeladen war Herr Manfred Däuwel, der den Schülerinnen und Schülern im Alter von 82 Jahren einiges aus den Zeiten des Nationalsozialismus, der Nachkriegszeit und dem anschließenden Zusammenwachsen der europäischen Völker erzählen konnte. Gebannt lauschten die rund 70 Schülerinnen und Schüler den 90-minütigen Erzählungen von einstigen Erzfeinden und gegenseitigem Misstrauen, welches schließlich in Versöhnung und freundschaftliche Zusammenarbeit  überging.


Herrn Däuwel gelang es dadurch, dass er uns von seinen persönlichen Erfahrungen berichtete, ein Bild der damaligen Zeit zu vermitteln, das sich aus Büchern nicht lernen lässt. Für 90 Minuten wurden wir selbst zu dem Jungen, dessen Elternhaus 1945 zerbombt wurde und der in den von Armut gezeichneten Nachkriegsjahren immer den Glauben an die Wichtigkeit einer europäischen Einigkeit bewahrte und weiter ausbaute.

 

„Fallt nicht zurück in die Zeiten von Nationalismus und gegenseitigem Misstrauen!“, so die Botschaft unseres Gastes an die jüngere Generation. „Begreift wie wichtig Europa für Deutschland immer war und auch in der Zukunft sein wird!“


 

Wir bedanken uns bei Herrn Däuwel recht herzlich für die vielen persönlichen Einblicke und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!

Exkursion zur Volksbank des Wahlpflichtfaches

Wirtschaft und Verwaltung


Henry Ford prägte einst die Aussage, dass Arbeit nicht nur ein Mittel zur Finanzierung des Lebens, sondern das Leben selbst sei. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist es umso wichtiger, dass junge Menschen sich für einen Beruf entscheiden, der ihnen Freude bereitet. Und das für mindestens 40 Jahre!

 

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus lernen heutzutage schon sehr früh verschiedene Möglichkeiten der Spezialisierung kennen, da sie bereits in der sechsten Klassenstufe in verschiedene Wahlpflichtbereiche hineinschnuppern – jeweils mit unterschiedlichen thematischen und beruflichen Schwerpunkten.

 

Im Rahmen eben dieser Berufsorientierung unternahm der Wahlpflichtkurs Wirtschaft und Verwaltung der sechsten Klassen einen Exkursionstag zur Volksbank in Montabaur. Hier erhielten die jungen Menschen bereits einen ersten Einblick in die Arbeitswelt einer/s Bankkauffrau/-mannes. Außerdem gab es in diesem Zusammenhang auch allerlei neue praktische Erfahrungen zu sammeln. So wurde von den Schülerinnen und Schülern beispielsweise nicht nur Geld am Geldautomaten abgehoben, sondern dieses auch gewechselt, in Münzen getauscht und am Einzahlungsautomaten wieder auf das Konto überwiesen.

Besonders interessant waren dann wohl die nicht alltäglichen Dinge. So durften die Schülerinnen und Schüler den Tresorraum der Bank betreten und das Gefühl kennen lernen, 50.000 Euro in den Händen zu halten. Auch das Innenleben eines Geldautomaten wurde uns gezeigt und dessen Funktionsweise erklärt.

Leider verließen wir die Volksbank ohne die 50.000 Euro, dafür aber mit vielen neuen Erfahrungen, die den Schülerinnen und Schülern bei der späteren Berufswahl helfen können.

Warum sollte ich WuV wählen? –

Eine kurze Einführung für die 5.-6. Klassen:

 

Was habe ich eigentlich mit Wirtschaft zu tun? Diese Frage könnte sich jede Schülerin oder jeder Schüler stellen, der sich für ein Wahlpflichtfach entscheiden muss.

 

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Sehr viel sogar! Wir alle wirtschaften jeden Tag, nur ist uns das meistens gar nicht bewusst. Wenn du dir beispielsweise überlegst, ob du dir eine neue CD kaufen sollst oder ob du dein Geld besser sparst, um dir in ein paar Wochen etwas Größeres zu kaufen, hast du bereits eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen!

 

Im Wahlpflichtfach WuV dreht sich daher auch viel um den Begriff „Geld“. Was ist Geld eigentlich? Wo kommt es her? Wie gehe ich richtig damit um? Wie gelingt es mir, aus wenig Geld mehr zu machen? Auf diese und andere Fragen suchen wir im Unterricht eine Antwort.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Inhalte, die wir behandeln werden. Im Folgenden sollen dir ein paar Fragen dabei helfen, eine Übersicht über die verschiedenen Themen zu erhalten:

 

  • Wie werden eigentlich Güter hergestellt? Und warum kosten manche Dinge viel und andere wenig?
  • Was ist ein Girokonto? Brauche ich das auch oder ist das nur was für Erwachsene?
  • Wozu gibt es Banken? Was machen die mit unserem Geld, das wir sparen?
  • Warum müssen wir Steuern an den Staat bezahlen? Bekommen wir dafür auch etwas zurück?
  • Warum sind manche Menschen arbeitslos und andere nicht? Kann man dagegen nicht etwas tun?
  • Wieso steht auf meiner Jeans „Made in China“?
  • Warum gibt es den Euro und welche Länder zahlen damit?
  • ... und und und …

 

Dies ist nur eine kleine Anzahl an Fragen, auf die wir im Unterricht gemeinsam eine Antwort suchen werden. Vielleicht ist dein Interesse geweckt?! Falls ihr Fragen habt, könnt ihr auch gerne einen der WuV-Lehrer

(H. Albert, H. Weber, F. Götze, F. Bendel)

ansprechen, die helfen euch gerne weiter!

 

Eine ausführliche Übersicht über die Themen findet ihr unten!

„WiSo“ wird in der neunten Klasse dreistündig zum letzten Mal im Schuljahr 2011/12
und in der zehnten Klasse vierstündig unterrichtet
und ist (grob gesagt) eine Einführung in BWL und VWL.

Im Rahmen der Umwandlung unserer Schule in eine Realschule-Plus wird in Zukunft das Fach „Wirtschaft und Verwaltung“ schon ab der siebten Klasse altersgerecht angeboten. 

Und das sind unsere Themen (Auszug)

- Der private Haushalt – (Taschen-)Geld ist immer knapp.
- Geld, Kredit und Verschuldung – Verbraucherschutz.
- Banken, Zahlungsverkehr, Versicherung – nur nichts falsch machen.
- Staat, Steuern, Lohnsteuerjahresausgleich – wo bleibt mein Geld?
- Betrieb, Unternehmen – selbstständig werden?
- Geldanlage, Sparen, Aktien, Vorsorge – Zukunftsfragen.
- Wirtschaftssysteme – Markt oder Staat? 
- Arbeitsrecht und Tarifverträge – ich im Beruf.
- Finanzkrise, Wirtschaftskrise – wieso?

und natürlich auch:

.... antizyklische Finanzpolitik, Minimalprinzip, Euro, Umwelt, Mindestreserven, Börsen-Spiel, Globalisierung, Mindestlohn, 
Hartz IV, Standort Deutschland, Hedgefonds, 
Adam Smith, K. Marx, J. M. Keynes, ...

Und das sind unsere Ziele

Mündige Bürger/Schüler sind in der Lage, sich in einer von der Wirtschaft bestimmten Welt zurecht zu finden.
Dazu brauchen sie Informationen über grundlegende 
wirtschaftliche Zusammenhänge.

„Eine soziale Marktwirtschaft funktioniert nur, 
wenn alle Teilnehmer nicht nur die Spielregeln kennen, 
sondern auch wissen, wie man diese zum eigenen Vorteil nutzt,
......ohne dabei das Wohl der Gemeinschaft aus den Augen zu lassen.“

Der Name unserer Schule ist Verpflichtung:

Noch vor Gewinnstreben, shareholder-value und ähnlichen 
„Geiz-ist-geil“-Ideologien, sind wir der Meinung, 
dass der einzelne Mensch und deshalb auch Menschlichkeit 
der Maßstab alles (wirtschaftlichen) Handelns ist 
oder zumindest sein sollte.

Das Fach heißt nicht umsonst
Wirtschafts- und Sozialkunde.

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